Breakdance trifft Bach: Ungewöhnliche Tanzshow begeistert Europa

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18.12.2011

 

Klassische Musik mal anders: Vor dreihundert Jahren schrieb Johann Sebastian Bach dieses Orgelstück - heute inspiriert es Breakdancer, die auf ihrer Europa-Tournee in Istanbul gastieren. Ihr Motto: Flying Bach.O-Ton Christoph Hagel, künstlerischer Leiter: "Es musste Bach sein, wegen der Klarheit, weil jede kleine Bewegung wichtig ist. So ist das auch bei Bach. Bei anderer Musik, wie der von Tschaikowsky, muss man eine klare Linie setzen. Aber das ist hier nicht so, weder beim Breakdance noch bei Bach. Es ist alles sehr klar in jedem Moment."Die deutsche Breakdance-Gruppe Flying Steps hat schon viele Preise für ihre Shows gewonnen, sogar Weltmeister sind sie geworden. Aber das hier ist etwas völlig Neues für die Tänzer: Sie müssen zu klassischer Musik tanzen, die - live gespielt - jedes Mal ein bisschen anders klingt. O-Ton Vartan Bassil, Vortänzer und Choreograph: "Die Musik klingt immer anders, manchmal ist sie schneller, manchmal langsamer, aber wir finden einen Weg, damit klarzukommen und zu improvisieren. Es macht so viel Spaß zu Livemusik zu tanzen."Das Aufeinandertreffen von Breakdance und Barockmusik ist eine neue Erfahrung für Tänzer und Musiker, aber auch für das Publikum.O-Ton Sabina Chukurova, Musikerin: "Dass es eine Ehre ist für die Musik, dass sie in einem total anderen Rahmen auch gespielt wird und auch von Menschen gehört wird, die vielleicht sonst nie zu einem normalen klassischen Konzert gegangen wären."O-Ton Benny Kimoto, Tänzer: "Das wollten wir schon immer machen. Den Leuten klar machen, was wir tun. Hiphop ist Kunst, es kommt nicht einfach nur von der Straße."Von der Straße in klassische Konzerthallen: Die Show wurde bereits in ganz Europa gezeigt. Auch für 2012 ist wieder eine internationale Tour geplant - eine neue Chance, die ungewöhnliche Verbindung zwischen Breakdance und Bach zu bestaunen.

 

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