Washington hat doch Geld - zum Wahlkämpfen.
Â
Die Kasse von Barack Obama füllt sich. Vor drei Monaten hat er seinen Wahlkampf für die US-Präsidentschaftswahlen 2012 gestartet. Seitdem vermelden seine Helfer einen Spendeneingang von umgerechnet mehr als 60 Millionen Euro. Eine große Summe, gespendet von mehr als eine halben Million Menschen in vielen kleinen Beträgen.
Jim Messina, Wahlkampfmanager von Barack Obama: "98 Prozent aller Spenden waren bis zu 250 Dollar. Der Durchschnitt liegt bei 69." Für die Demokraten ist es ein eindeutiges Zeichen: Die Amerikaner glauben weiter an Obama. Sie vertrauen darauf, dass er das Land aus der Wirtschaftskrise führt - auch wenn Umfragen derzeit etwas anderes sagen.
Caroline Ciccone, Sprecherin der Demokratischen Partei: "Das ist eine Kampagne von der Basis, mit Leuten wie du und ich, die an den Präsidenten glauben und an das was er tut. Sie unterstützen ihn und sie wollen, dass er ein zweites Mal gewählt wird."
Auch die Republikaner haben Barack Obamas Spendenerfolg und sein großes Netz an kleinen Gebern registriert. Obamas schärfster Konkurrent Mitt Romney kommt aber nur auf Spenden von umgerechnet knapp 13 Millionen Euro. Insgesamt erwartet die Republikanische Partei nicht mehr als umgerechnet 25 Millionen Euro aus den ersten drei Wahlkampfmonaten. Politische Beobachter sagen, der Wahlkampf in den USA werde eine Milliarde Dollar verschlingen. Das Geschick zum Spendensammeln werde wichtiger sein als sonst - vor allem bei den Republikanern, die noch um die Nominierung kämpfen.
Michael Beckel, Analyst der Webplattform OpenSecrets.org: "Wer das Geld schon früh bekommt, wird als ernstzunehmender Bewerber angesehen. Er kann damit in die nötige Ausrüstung investieren und die Gegner abschrecken, die ihn herausfordern wollen oder die noch darüber nachdenken, ins Rennen einzusteigen."
Bei den Demokraten ist Obama der Kandidat, aber auch er wird noch viel Geld in den Wahlkampf stecken müssen. Wenn die Republikaner ihren Kandidaten gefunden haben, könnten noch einmal viele Geldgeber aktiv werden. Die Präsidentschaftskampagne wird damit zu einer der größten Geldschlachten in der amerikanischen Geschichte.





